Haltung reifen lassen, nicht nur Methoden vermitteln

"Was braucht es, damit ich wirksame*r Coach*in werde?", "Geht das nicht nur in einer Gruppe?", "25 Wochen ist ja auch eine lange Zeit, oder?"
Diese drei Fragen hört das Team der BERATUNG JUDITH ANDRESEN von fast allen, die sich für eine Agile-Coach-Ausbildung interessieren.
Wirksames Coaches stehen in guter Bindung zu den Coaches, arbeiten in klarer Haltung. Und sie sind methodensicher. Und genau daran arbeiten die Auszubildenden: an ihrer Bindungsfähigkeit, an einer sauberen Coachinghaltung + an Methodensicherheit.
Was Modulzeit + Supervision leisten

Jedes Modul der 1:1-Ausbildung "Agiles Coaching" beginnt mit einer gemeinsamen Zeit mit einem*einer Ausbilder*in. Es folgt eine strukturierte Selbstlernzeit, darin eine Remote-Supervision.
Der Keller-Plan (Fred Keller) beschreibt genau diese Struktur: selbstständige Einheiten, unterbrochen von festen Kontaktpunkten, die nicht neuen Stoff liefern, sondern Verständnis prüfen + Richtung geben.
Kulik, Kulik + Cohen finden dafür robuste, signifikant positive Effekte gegenüber Vortragsunterricht, mit bekannter Kehrseite: Wer sich selbst das Tempo setzt, kann auch prokrastinieren. Um das zu verhindern, ist die Selbstlernzeit in Tagen strukturiert: Am ersten Tag einer Modulwoche gibt es Modelle, dann folgt ein Tag zur Bindung + Haltung, am dritten Tag gibt es Neues zum Coachingprozess, Tag 4 führt diese drei Tage zusammen. Am fünften Tag verbinden + vertiefen die Auszubildenden dieses Wissen mit allen bisherigen Inhalten. Mentorbegleitetes Lernen ist nachweislich in der Assistenzärzt*innenausbildung wirksam, die gleiche Wirkung sieht das BJA-Team in den Remote-Supervisionen der Auszubildenden.
In der Selbstlernzeit sich linear + strukturiert Wissen erwerben + Kompetenzen ausbauen
Die fünf Modulhefte sind linear aufgebaut, ohne Vorwärtsbezüge + ohne Redundanzen. Verteiltes + wiederholendes Lernen (spaced + retrieval practice) verankert Inhalte nachweislich stabiler als Blockunterricht. Der BEME-Guide No. 23 zu fallbasiertem Lernen findet hohes Engagement, aber keine belastbaren Belege für bessere harte Ergebnisse. Das Team der BERATUNG JUDITH ANDRESEN behauptet also nicht, dass Selbstlernzeit per se überlegen ist; es behauptet nur, dass sie, richtig aufgebaut, mindestens gleichwertig ist.
Wie die Übungen in der Selbstlernzeit funktionieren

In den Übungen nutzen die Modulhefte den Worked-Example-Effect. Das Modulheft erläutert jeweils ein Modell, ein Werkzeug oder ein Gesprächsstruktur auf Basis des Buchs "Agiles Coaching". Das geht schnell, weil es genau einen Punkt erläutert. Die Auszubildenen konzentrieren sich auf einen neuen Punkt. Das ist leicht zu antizipieren. Übertragungen ins reale Coachingleben erfolgen genauso: Punkt für Punkt. Das entlastet + nimmt überfordernde Komplexität raus.
Bindung + Haltung schlagen Methode
Das Team der BERATUNG JUDITH ANDRESEN bildet seit mehr als zehn Jahren agile Coaches aus.
Fokus der Ausbildung ist der Bindungs- + Haltungsaufbau. Die Auszubildenden entwickeln sich sowohl in der Gruppen- als auch auch der 1:1-Agile Coach*in-Ausbildung vergleichbar. Die Selbsterfahrung, die es für eine guten Bindungsaufbau als auch eine wirksame Haltungarbeit braucht, findet in vergleichbaren Maß statt.
Abwechselnd in Präsenz + in remote lernen

Alle Modulzeiten, die direkte Ausbilder*innenzeit zu Beginn jedes Moduls, finden in Präsenz (meist auf der HENRIETTE) statt. Das deckt sich mit einem zentralen Befund aus der Telesupervisions-Forschung: Ein persönlicher Auftakt vor jedem Wechsel in eine losere Kontaktform ist die wichtigste Bedingung dafür, dass eine tragfähige Ausbildungsbeziehung überhaupt entsteht. Ohne ihn zeigen Studien Zurückhaltung, Ansprechpartner*innen aus der Distanz überhaupt zu kontaktieren. Und es könnte sich ein Gefühl von Unterlegenheit in der reinen Videobeziehung einstellen.
Wir legen daher in Präsenz das Fundament, sowohl auf Beziehungs- als auch auf fachlicher Ebene. Genau diese Reihenfolge, zuerst Präsenz, dann tragfähiger Kontakt auch aus der Distanz, nennt die Forschung als Erfolgsbedingung für erfolgreiche Vermittlung von Lehrstoff. Die Auszubildenden können so sicher + souverän ihre Selbstlernzeit meistern. Und melden sich bei Bedarf in der Supervision, wenn sie fachlich, in der Selbsterfahrung + in ihren selbst durchgeführten Coachings Fragen haben.

Für reine Methodenvermittlung sieht die Evidenz anders aus: Die Meta-Analyse von Sitzmann et al. findet für prozedurales, also fertigkeitsbasiertes Lernen praktisch keinen Unterschied zwischen webbasiertem + Präsenzunterricht. Genau das bedienen wir mit den Lernschwerpunkten in den Modulheften in der Selbstlernzeit.
Direkt in die Praxis übertragen
Erfahrungsbasiertes Lernen bringt besondere Tiefe. Daher leiten die Modulhefte alle Auszubildenden schnell ins echte Coachen. In der Erfahrung + der anschließenden Reflexion festigen die Auszubildenden ihre Coachingfähigkeiten. Besonderes Augenmerk in den nachfolgenden Selbstreflexionen + der Supervision sind die Erfolgsfakten wirksamen Coachings: Bindung + Haltung.
Und so erreichen unsere Auszbildenden in fünf Modulen, mit fünf Modulheften, 4 Supervisionen, 2 MasterClasses + einer Abschlussreflexion hohe Wirksamkeit als agile Coaches.




