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Bücherstapel (Einrichtung des Seminarliegers VILLA HENRIETTE)

KI-Nutzung ohne eigene Praxis frisst Deine Feldkompetenz

vor 2 Tagen
2 Min. Lesezeit
Hellblaue Comic-Sprechblase mit einem Herzen darin

Moin, liebe Newsletter-Leser*innen,

kaum ein Coachinggespräch kommt derzeit ohne künstliche Intelligenz aus: Coachees führen KI in ihren Organisationen ein, ringen mit Chancen + Ängsten oder fragen ihre Coaches direkt nach einer Einschätzung.


Klar in der Haltung bleiben, gut in Bindung stehen + sicher in der Veränderung begleiten oder führen: das sind Herausforderungen für Coaches + Führungskräfte gleichermaßen. 


Dann mal los!


Wer nur über KI redet, bleibt bei der eigenen Feldkompetenz außen vor. Wirklich weiter kommt, wer selbst baut, testet, vielleicht mal scheitert + so im + am System lernt, welche Veränderungskraft in KI liegen kann.


Es geht also um erfahrungsbasiertes Lernen, wie es David Kolb schon 1984 mit seinem Modell des erfahrungsbasierten Lernens formulierte: "Learning is the process whereby knowledge is created through the transformation of experience".  Konkrete Erfahrung, Reflexion, Begriffsbildung + aktives Ausprobieren wechseln sich im aktiven Lernen im Kreis ab, Runde für Runde entsteht so tieferes Verständnis.


Comic-Wippe (=Balance) mit großem + kleinen Kreis darauf

Judith Andresen zeigt im Blog-Beitrag "Kulturwandel? Ja, Wohin?", warum Kulturveränderung nicht per Ansage gelingt. Organisationskultur basiert auf Grundannahmen der Beteiligten, etwa darüber, ob Widerspruch erlaubt ist, wer Führungsimpulse setzen darf oder ob Fehler passieren dürfen. Diese Grundannahmen ändern sich nicht durch Diskussion, sondern durch neue eigene Erfahrung: "Erfahrungsbasiertes Lernen ist einer der wesentlichen Schlüssel für den Paradigmenwechsel vom komplizierten zu einem komplexen oder chaotischen Kontext". "Einfach mal machen!" ist dabei der Schlüssel, Schritt für Schritt, Experiment für Experiment, Retrospektive für Retrospektive.


Dunkelblaues Comic-Hamsterrad

Genau das zeigt sich aktuell auch im Umgang mit KI selbst. Ein KI-Kompetenz-Kurs der Carnegie Mellon University setzt bewusst auf Ausprobieren statt Vortrag, die beteiligten Dozent*innen loben das Ergebnis: "Very good that the student has to poke around for the answer."


Wer selbst herumprobiert, entwickelt eine konstruktiv-kritische Haltung + wirkliches Verständnis der Möglichkeiten.


Umgekehrt zeigt eine Studie im Lancet Gastroenterology & Hepatology, was bei fehlender eigener Praxis passiert: Nach Gewöhnung an KI-Unterstützung erkannten Ärzt*innen ohne KI deutlich weniger Polypen, die Erkennungsrate fiel von 28,4 auf 22,4 Prozent.


Eigene Feldkompetenz entsteht + erhält sich nur durchs eigene Handeln. 


Auch beim eigenen Ausprobieren gilt: das eigene Nicht-Wissen darf zunächst bewundert werden, nicht bekämpft. Wie Ihr das Ist einer Situation neugierig statt


Viel Freude am eigenen Ausprobieren + Mut für kleine KI-Experimente

wünscht im Namen des gesamten BJA-Teams

Judith


P.s.: Alle Termine unserer MasterClasses und Ausbildungen findest Du auf unserer Terminseite.



 
 
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