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Newsletter

Bücherstapel (Einrichtung des Seminarliegers VILLA HENRIETTE)

Rollenklarheit ist kein Ersatz für echte Verantwortungsübernahme

Hellblaue Comic-Sprechblase mit einem Herzen darin

Moin, liebe Newsletter-Leser*innen,

kaum ein Satz fällt in Teams so oft wie „Wir brauchen mehr Rollenklarheit". In der Frage nach Rollenklarheit mischen sich Ansprüche an Rollen, Verantwortungsübernahme, Delegation + Aufgabenverteilung.


Gute Erkenntnisse!


In „Aufgaben klar verantworten statt Rollen verteilen" zeigt Judith Andresen, dass der laute Ruf nach Rollenklarheit meist ein verkappter Ruf nach Verantwortung ist, „In vielen Teams + Organisationen verbringen die Beteiligten viel Zeit damit, über die Erfüllung von Aufgaben + deren Zuordnung an Rollen zu sprechen, an Stelle einfach zu machen" Im Komplexen trägt keine noch so durchdachte Rollendefinition, es braucht klare Entscheidungen + Verantwortungsübernahme: "Machen ist wie Reden. Nur krasser."


Comic-Wippe (=Balance) mit großem + kleinen Kreis darauf

Wie das praktisch aussieht, zeigt Netflix: an Stelle von Rollen gibt es für jede Entscheidung eine*n Verantwortliche*n: "For every significant decision, we identify an informed captain who's responsible for making a judgement call on the right way ahead" Dazu hält Netflix Regeln bewusst minimal, die Spesenregel lautet schlicht „Act in Netflix's best interests". Damit setzt Netflix auf Prinzipien, nicht auf Regeln.


Dunkelblaues Comic-Hamsterrad

Frederic Laloux ändert mit dem "Advice Process" von „Wer darf?" zu „Wer übernimmt?": „any person can make any decision after seeking advice from everyone who will be meaningfully affected, and people with expertise in the matter" Die Verantwortung gehört also zur Aufgabe + wird nicht durch die Hierarchie vorgegeben. 


Stanley McChrystal setzt auf Anpassungsfähigkeit, nicht auf vordefinierte Strukturen in "Team of

Teams": „Adaptability, not efficiency, must become our central competency". Sein Prinzip „empowered execution" lässt Entscheidungen dort treffen, wo die Information sitzt + schreibt die Entscheidungskompetenz nicht fest einer Rolle zu.


Das alles entsteht nicht per Dekret, es wird ermöglicht. Wie Dr. Anja

Mentrup in „Selbstorganisation + Eigenverantwortung sind Führungsaufgabe" schreibt: „Es ist Führungsaufgabe, die Startbedingungen für Selbstorganisation und Eigenverantwortung zu schaffen und dann mit einem wachsamen Auge zu begleiten". Dienende Leitung verteilt also nicht Rollen, sie macht das Übernehmen von Aufgaben möglich.


Nirgends zeigt sich Vertrauen so konkret wie im eigenen Team. Im zweitägigen Strategieworkshop

2026 hat das Team der BERATUNG JUDITH ANDRESEN deshalb seine Mission neu gefasst: „Organisationen praktisch ins strategische Lernen begleiten"

Ausgangspunkt war die ehrliche Auseinandersetzung mit der Frage "Was wirkt, was trägt?" + vor allem: "Was wirkt nicht, was trägt nicht (mehr)?" Wir sind sehr zufrieden mit unserem Ergebnis + hoffen, dass auch die neue Vision uns mehr als zehn Jahre leiten wird.


Zukunftsgerichtetes, klares + geteiltes Entscheiden

wünscht im Namen des gesamten BJA-Teams

Judith


P.s.: Alle Termine unserer MasterClasses und Ausbildungen findest Du auf unserer Terminseite.



 
 
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