Warum andresen.de Assoziationen an Ephraim Kishon auslöst

Vor kurzem verblüffte meinen Mann und mich während eines Frühstücks in einem Lokal eine ältere Dame. Sie kam auf uns zu, zeigte auf das Handy meines Mannes und fragte: "Ist das zu verkaufen?"

Screenshot andresen.de
Screenshot andresen.de

Wir verneinten. Sie zog davon. Wir fragten uns, wie sie auf die Idee gekommen sei. Die Vermutung von uns: wir saßen am Hehler-Fenster. Und alle außer uns wussten, dass Leute, die an diesem Fenster sitzen, Dinge besitzen, die diese Leute verticken wollen. Wir befanden uns quasi in eine Kishon'schen Situation: das unsichtbare Merkmal war das Verkaufen-Wollen, nicht das Nicht-Bedient-Werden.

 

Ähnlich verblüfft reagiere ich regelmäßig, wenn bei mir Anfragen eintrudeln, ob ich die Domain andresen.de abgeben oder verkaufen möchte. Abgeben löst bei mir einen Freudentanz aus. Früher wurden mir auch immer mal mögliche Summen genannt. Der Spaß wird mir inzwischen genommen. Dafür wird mir heute vorgetragen, dass die Adresse http://www.andresen-bogelmichelshausen.de/ echt zu lang wäre. Also http://www.andresen-hamburg.de/ ist jetzt auch nicht kürzer. Und vielleicht ziehe ich ja mal um?

 

Manchmal werde ich in herrlicher Passiv-Konstruktion gefragt, ob die Domain zum Verkauf stünde. Hmm. Also: Wenn ich meine Domain verkaufen wollte, stünde das auf der Website. So ganz ohne Kishon.

 

Gehe jetzt frühstücken.

 

Dieser Blog-Post ist ein privater Beitrag von Judith Andresen.

 


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