Aushalten oder gehen?

Nicht nur in Projekten, sondern auch für sich selbst muss man die Reißleine ziehen können. 

 

Ungünstige Arbeitsbedingungen kommen immer mal vor, wie lange hält man diese aus? Wie viel geht man mit, wie viel Veränderung ist möglich - und wann ist der Zeitpunkt gekommen, zu gehen?

Mood: Kette
Bild: morgueFile

Manchmal läuft es einfach nicht gut. Unklare Kommunikation, unklare Aufgaben, hoher Arbeitsdruck, fehlende Verbindlichkeit im Umgang sind auf Dauer nicht aushaltbar.

 

Wie schon in "Sprenge Deine Fesseln" dargelegt, führt das einfache Ertragen von schlechten Arbeitsbedingungen nur zu schlechten Konsequenzen für einen selbst. 

Ist eine Änderung möglich?

Benenne, was nicht gut ist und fordere Änderungen ein. Dabei geht es selten um die "Ganz oder gar nicht"-Forderung, sondern um die Veränderung in kleinen Schritten. Veränderungen brauchen Zeit. Bedenke das.

 

Veränderung hat auch mit Dir zu tun. Bedenke dass, wenn Du Deine Forderungen formulierst. Was ist Dein Anteil an der Veränderung? Was wirst Du ab jetzt anders machen?

Verändert sich das System genügend schnell positiv?

Wenn Du diese Frage mit JA beantworten kannst, bist Du in dem Umfeld richtig. Wenn keinerlei Bewegung zu spüren ist, dann suche Dir ein Umfeld, das besser zu Dir passt.

 

P.S. Die Inspiriation für diesen Artikel gab die ESVP-Methode aus dem Buch "Agile Retrosperspectives", in der am Beginn einer Retrosperspektive gefragt wird, ob man "Explorer", "Shopper", "Vacationer" bzw. "Prisoner" (in dem Meeting) sei. Eine gute Frage, die jeder für sich - auch genereller - ehrlich beantworten sollte.

 

Dieser Blog-Post ist ein privater Beitrag von Judith Andresen.


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Kommentare: 2
  • #1

    Johann-Peter Hartmann (Montag, 10 September 2012 11:39)

    FullAck, besonders zum letzten Absatz. Einer meiner Lieblingssprüche dazu:
    "If You can't change the company, change the company." . Ein gutes Unternehmen erkennt man an der Fähigkeit zum Lernen und zum Wandel, nicht am Status - der ist nur das Integral, das Resultat kontinuierlicher Änderung.

  • #2

    Ulf Wendel (Dienstag, 11 September 2012 13:54)

    Fehlt nur noch die DIN-Norm für Veränderung, um die Attraktivität eines Unternehmens zu beurteilen.