Und klebt's an jede Wand!

Agile Methoden bringen die Projektwand in den meisten Fällen als Methodenbaustein gleich mit. Aber auch in Wasserfall-Projekten sollte man sein Projekt an die Wand bringen. 

 

Es hilft. Warum eigentlich genau?

Mood: Wandzeitung (c) Judith Andresen
Wandzeitung

Wer in Firmen arbeitet, die die Wasserfall-Methodik agilen Methoden bevorzugt, lebt in einer Werte-Welt, in der Zeit wichtiger als Qualität & Aufwand ist.  

 

Zum richtigen Zeitpunkt fertig werden, ist ein großes Ziel. Dennoch gibt es Projekt-Reviews recht häufig den Satz zu hören: "Die Anforderung XYZ war uns nicht klar." oder "Ich habe nicht gewusst, dass das noch ansteht."

 

Dieses Phänomen betrifft sowohl Teammitglieder, -leiter und andere Projektbeteiligte. Alle im Projekt benötigen in der Übersicht (in Rückschau, im Jetzt und in der Vorschau), Gewissheit darüber welche Themen anstehen. 

 

Überblick schaffen, Einordnung ermöglichen

 

Wir führen diese Aufgaben in Ticketsystemen oder Excellisten. Im Zweifel ist diese digitale Ansicht unübersichtlich und nicht überschaubar. Abhängigkeiten sind schwer zu erkennen, weil die Übersicht fehlt. 

 

Auf Wandzeitungen werden der Zeitablauf, die Bearbeiter und die einzelnen Aufgaben für alle visualisiert.

 

Die Wandzeitung sollte gleichzeitig um Liefer-, Zuliefertermine und Iterationsdaten ergänzt werden. Ist das Projekt fein durchgeplant, sollte man Anfangs- und Endzeiten einzelner Aufgaben direkt mit einzeichnen. Werden diese nicht eingehalten, werden Projektprobleme direkt sichtbar. Dieses Projektcontrolling ist sehr direkt.

 

Vorteil der Wandzeitung ist, dass die wichtigen Elemente des Projekts direkt einsehbar sind. Arbeitet man auf ein bestimmtes Zielbild (z.B. Screens, GUI) hin, kann die Wandzeitung um die entsprechenden Ausdrucke ergänzt werden.

 

Ilustriert man sein Projekt derart, gewinnt man Überblick und schafft durch einfache Referenzen (z.B. Ticketnummern oder Komponentenbezeichnungen) einen leichten Zugang zum beschreibenden Material. 

 

Das tägliche, interdisziplinäre StandUp-Meeting findet vor der Wandzeitung statt. Diese lebt: Einträge werden geändert und ergänzt. Im Gespräch werden Anforderungen verfeinert und entdeckt. Wandzeitungen sind ein gutes Instrument, um Übersicht zu geben und Kommunikationsanlässe im Projektteam zu bieten. 

 

Dieser Blog-Post ist ein privater Beitrag von Judith Andresen.


 

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