Gut moderiert, ist halb gewonnen

Gute Retrospektiven sind Schlüsselmoment agiler Projektarbeit. Durch Retrospektiven steigert das Team beständig die Arbeitsleistung. Retrospektiven führen zu guter Zusammenarbeit und bilden den die Basis des Projekterfolgs.

Die BERATUNG JUDITH ANDRESEN unterstützt Eure Projekte und Unternehmen initial und fortlaufend durch Retrospektiven-Trainings sowie offene Trainings über Moderationsmethoden & FlipChart-Nutzung.

Wir alle machen Fehler. Wir arbeiten vielleicht für uns optimiert, aber behindernd für alle. Andere Dinge tun wir vielleicht einfach so - und es ist gut. Und es fällt erst auf, wenn diese Verhalten wegfällt (weil jemand das Team verlässt oder der Zeitdruck zu groß wird), dass es uns fehlt. Über Retrospektiven werden zum Einen 

  • gute Verhaltensweisen expliziert und für das Team gesichert
  • nicht optimale Verhaltensweisen identifiziert und neue Handlungsweisen vereinbart.

Durch eine stark ritualisierte Abfolge kann das Team in Retrospektiven schnell auf diese wesentlichen Punkte fokussieren: 

  • Stärken ausbauen
  • Schwächen identifzieren und ein geändertes Vorgehen abstimmen.

Wie jedes Meeting sollte eine Retrospektive durch den Moderator bzw. die Moderatorin gut vorbereitet sein. Gut vorbereitete Meetings - und diese Wahrheit gilt insbesondere auch für Retrospektiven - sind der Schlüssel zum Wandel.

 

Während andere Absprachemeetings auf 22 Minuten gekürzt und verdichtet werden können, sind Retrospektiven für einzelne Sprints auf maximal 1,5 Stunden anzusetzen. Obwohl sich oft mehr Gesprächsbedarf ergibt, es ist wichtig, sich an die Zeitvorgabe zu halten. Mehrere, sinnvolle Ergebnisse zu haben, ist das Eine. Diese dann auch ins Praktische zu überführen, ist das Andere. Maximal zwei, möglichst ein großes Ergebnis sollte das Ergebnis der Retrospektive sein.

 

Diese Zeit kann sich verlängern, wenn das Team einen längeren Zeitraum (z.B. das gesamte Projekt) bespricht.

 

Wenn Projekte gescheitert sind, braucht's eine Post-Mortem-Analyse. Diese funktionieren anders als Retrospektiven im laufenden Prozess. Hier ist eine Detailanalyse in Form eines "... und was passierte dann?" erforderlich. Nach Zusammenstellung der Daten kann jedes Team-Mitglieder ermitteln und aussprechen, zu welchem Zeitpunkt es hätte anders handeln können.

Eine Retrospektive verläuft in sechs Phasen. Darüber hinaus gilt die Vegas-Regel.

  • Intro (mit Agenda, Vegas-Regel, Oberster Direktive)
  • Set the Stage
  • Gather Data
  • Generate Insights
  • Decide what to do
  • Closing the Retrospective

 

Eine gute Vorbereitung der fünf Phasen schließt insbesondere ein, die FlipCharts / Visualisierungen gut zu gestalten. Nutzt bei dem Schreiben Keilspitzen-Stifte und setzt Farben ein (beachtet auch weitere Tipps zur Gestaltung Eurer FlipCharts

 

Spannung! Neben Farben und liebevollen Visualisierungen ist Abwechslung und eine angemessene Moderationsform wichtig. Hier findet Ihr Anregungen im Buch "Agile Retrospectives", im Retr-O-Maten, im Webinar "Gute Retrospektiven" oder während der IPC beim Vortrag "Retrospektiven".


 

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